Ein musikalisch-performatives Stationen-Theater im Garten des Geymüllerschlössels
über Dora Breuer und Katharina Mautner und der Musik jüdischer Musikerinnen aus dem Fin de Siècle
von Susanne Hoehne und Irene Suchy
Samstag 30.05.2026 und Sonntag 31.05.2026
12 und 15 Uhr
Geymüllerschlössel Khevenhüllerstraße 2 Wien 18
Eintritt: 25 Euro für Aufführung und anschließendem Museumsbesuch
Mit
Johanna Mertinz (Katharina Mautner-Breuer) und
Katharina Stemberger (Dora Breuer)
REIHE Zykan+ mit Musik von:
Hilda Löwe, Hildegard Geiringer Fanny Hensel und Michael Mautner
Regie: Tania Golden/Susanne Höhne
Idee und Dramaturgie: Elizabeth Baum-Breuer
Textcollage: Susanne Höhne
Moderation, Einführung: Irene Suchy
Musikalische Leitung: Michael Mautner
Eine neuerliche Kooperation von beseder-theater und maezenatentum.at in Kooperation mit MAK.

Zwei Freundinnen, zwei Schicksale: Dora Breuer, (geb.11.3.1882), Tochter des
Arztes und Freund und Mentors von Sigmund Freud, Josef Breuer, hat Malerei und
Grafik bei Ferdinand Schmutzer studiert. Ihre Jugend verlebte sie auch im Garten
des Geymüllerschlössels.
Erstmals werden hier ihre Radierungen ausgestellt. Dora wird von Katharina
Stemberger dargestellt und verlebendigt in ihren bis lang unveröffentlichtes
Briefen und Tagebüchern.
Die Flucht ins Exil verpassend, vergiftet sie sich als sie die Gestapo abholen will.
Katharina Mautner – Breuer, Schwägerin von Dora, Witwe des 2026 verstorbenen
Hans Breuer gelingt gemeinsam mit ihrem Sohn Georg die Flucht aus
NS-Österreich nach Großbritannien.
Käthy war die Tochter des Großindustriellen Isidor Mautner (die Arbeitslosen von
Marienthal) und der Kunstmäzenin Jenny. Käthy erreichte ein hohes Alter, nach
dem 2. Weltkrieg kehrte sie nur mehr auf Urlaub nach Grundlsee zurück. Katharina
wird dargestellt von Johanna Mertinz.
Die Musik der Zeit erklingt in den Songs der Stars der 20er Jahre, Hilda Löwe aka
Henry Love oder Hildegard Geiringer aka Harry Harald. Beide Komponistinnen,
viel gespielt in Radio Wien und als Pianistinnen im Wiener Konzertleben
verankert, konnten sich durch Flucht über das Nazi-Regime retten und überlebten
im Exil. Fanny Hensels Gartenlieder reflektieren die unbeschwerte Seite der Natur.
Michael Mautners Vokal-Kompositionen führen in die Gegenwart, zu dem im
Garten hinzugefügten Skyspace von James Turrell.
